Thomas Flint: Teil 1 als Taschenbuch

Nun ist es so weit: Das erste Buch mit Thomas Flint, in dem es um das "Geheimnis der englischen Schönheit" geht, ist als Paperback erhältlich (ISBN: 9783741225697). Diese Ausgabe beinhaltet alle Korrekturen, die ich aufgrund eurer Rückmeldungen vorgenommen habe.
Zur Feier des Tages gibt es die E-Book-Version, die ebenfalls mit allen Korrekturen versorgt wurde, wieder für ein paar Wochen zum unschlagbaren Preis von 0,99 EUR. Das kann man sich auch leisten, wenn man mich nur nett findet und gar keine Lust hat, Bücher von mir zu lesen. :)
Das gedruckte Buch kann ich leider nicht günstiger anbieten (14,99 EUR), weil ich ansonsten bei jeder Bestellung noch etwas dazugeben müsste. Was im unwahrscheinlich-wünschenswerten Fall eines Bestsellers natürlich problematisch wäre.
Also: Freut euch auf 513 Seiten großformatige Spannung und ein gefühlvolles Nachwort. Der Nachsommer scheint ja zum Glück noch eine Weile bleiben zu wollen, aber irgendwann stehen sicher auch wieder lange Abende auf dem Sofa an, auf die man sich mit entsprechenden Buchbestellungen vorbereiten sollte. Ich freue mich über alle bisherigen und zukünftigen Leser und mache dann mal weiter mit dem zweiten Band.
PS: Wenn ihr ganz schnell seid und das Taschenbuch schon habt, nicht wundern: Die erste Print-Auflage ist im Juli 2016 erschienen und hatte noch ein paar Fehler, die ich für die zweite Auflage im September korrigiert habe. Es waren aber nur Kleinigkeiten, und wenn ich doch noch berühmt werden sollte, steigt der Wert der Juli-Auflage sicher ins Unermessliche.

1 Kommentare

Was macht eigentlich Thomas Flint?

Vor etwas mehr als einem Jahr erschien Das Geheimnis der englischen Schönheit exklusiv als E-Book, und die offizielle Buchvorstellung im Rahmen der Reihe Kultur am Sonnenberg liegt auch schon eine ganze Weile zurück.

 

Mehr als 150 Menschen haben das E-Book gekauft und einige davon haben sich die Mühe gemacht, mir nicht nur Lob, sondern auch Kritik und Verbesserungsvorschläge zukommen zu lassen.

 

Solche Rückmeldungen sind gerade bei Eigenveröffentlichungen, wo man das Lektorat gezwungenermaßen zu einem gewissen Teil in die Leserschaft auslagert, unverzichtbar und ich weiß sie sehr zu schätzen.

 

Hier ein Beispiel: Die Hasenfamilie, die im zweiten Kapitel Löcher unter den Zaun von Thomas Flints Ladenburger Anwesen gräbt, verhält sich durchaus untypisch für ihre Art. Hasen graben keine Löcher. Wer hätte das gedacht? Sie überlassen diese Aufgabe ihren entfernten Verwandten, den Kaninchen.

 

Solche Ungereimtheiten sind sicher nicht entscheidend für das Gelingen eines Textes, aber sie gehören natürlich berichtigt.  Deswegen arbeite ich an einer zweiten Auflage des Romans und werde dabei auch dem vielfach geäußerten Wunsch nach einer gedruckten Version des Buches nachkommen. Viele Korrekturen habe ich schon eingearbeitet und werde die zweite Auflage sicher im Spätsommer zur Verfügung stellen können.

 

Gleichzeitig hat die Arbeit an Thomas Flints zweitem Fall begonnen. Hier greife ich ein aktuelles Konzept auf, mit dem man die Wartezeit zwischen zwei Bänden einer Romanreihe durch eine Erzählung oder Novelle überbrücken kann. Der Plot steht in Grundzügen schon in meinem Notizbuch und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Anna Vadini, Oliver Wilkins und Thomas Flint.

 

 

 

 

 

0 Kommentare

Das Geheimnis der englischen Schönheit: Thomas Flints erster Fall

Vor einigen Jahren habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen. Das genaue Datum kann ich nicht nennen. Es muss aber Ende 2010 oder Anfang 2011 gewesen sein.


Damals verschwanden etwa 85 Manuskriptseiten, auf denen die Fortsetzung von "Monduntergang" mit dem Arbeitstitel "Zugversuch" entstand, in der digitalen Schublade, wo sie heute noch liegen. Stattdessen, so lautete meine Entscheidung, wollte ich ein ganz anderes Buch schreiben.

mehr lesen 1 Kommentare

Der Philosophenweg vor knapp 600 Jahren: Recherchen für die nächste Zeitreise

Im dritten Teil der Geschichte von Professor Balduins Zeitmaschine wohnt der Professor im Heidelberger Philosophenweg. Die Zeitreise geht diesmal ins Jahr 1425 und soll im Garten seiner Villa starten. Kenner der Serie wissen natürlich, dass Balduins Zeitmaschine sich – ganz wie ihr berühmtes Vorbild - nur in der Zeit, nicht aber im Raum bewegen kann. Sie wird in der Vergangenheit also genau an derselben Stelle stehen, an der sie sich im Jahr 2014 befindet; nämlich dort, wo sich in der Gegenwart der Garten des Professors befindet. Die Zeitreisenden – und der Autor – fragen sich damit berechtigterweise, wie es damals dort ausgesehen hat.

mehr lesen

Ab ins Mittelalter: Professor-Balduin-Workshop an der Heidelberg International School

Der zweite Teil der Professor-Balduin-Reihe ("Die Reise ins alte Rom") verspricht im Klappentext, dass es einen dritten Teil geben wird, der den Professor und seine Freunde ins Mittelalter führen wird. Das Ziel der dritten Zeitreise steht also schon seit längerem fest. Das Buch wartet aber noch darauf, geschrieben zu werden. Am 17. Oktober 2014 fand ein Workshop mit Schülerinnen und Schülern der Heidelberg International School statt, um Ideen für den dritten Band zu entwickeln.

mehr lesen

Professor Balduins Zeitmaschine, Teil 3: Vorbereitung angelaufen

Florian, Sina, Timo, Lisa, Till ... und Professor Balduin

Nächste Woche findet an der Heidelberg International School wieder die Book Week statt, zu der ich schon 2013 eingeladen war, um die Geschichte von Professor Balduins Zeitmaschine vorzustellen. Am Freitag (17. Oktober) bin ich wieder dort zu Gast, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Startschuss für die Arbeit an Teil 3 der Serie zu geben.

mehr lesen

Professor Balduin im Doppelpack

Nach eigener Aussage ist nicfri.de die Website "mit den besten Freizeittipps und Angeboten für Kids und Jugendliche im Raum Bayreuth und Kulmbach". Die Site stellt jeden Monat ein Buch als "Tipp des Monats" vor. Im Oktober 2013 haben meine beiden Professor-Balduin-Bände (Die Reise zu den Dinosauriern und Die Reise ins alte Rom) die Ehre, als Doppelpack Tipp des Monats zu sein.

mehr lesen

Professor Balduin auf Tour: Buchpräsentation an der Sonnenbergschule

Lesung an der Sonnenbergschule

Als 2009 mit Teil 1 der Professor-Balduin-Trilogie mein erstes Buch erschien, hatte ich die Gelegenheit, es im Rahmen eines Schulfests an der Angelbachtaler Sonnenbergschule vorzustellen. Das Schulfest findet alle vier Jahre statt. Also hatte ich genug Zeit, Teil 2 vorzubereiten, um 2013 mit einem neuen Buch auftreten zu können.

 

Am 6. Juli 2013 war es dann so weit - in zwei Lesungen in der Schulbibliothek kehrte Professor Balduin zurück an die Sonnenbergschule. Eigentlich gefällt mir der Begriff "Buchpräsentation" aber besser, denn ich finde es ungünstig, die Zuhörer mit allzuviel Text zu überfluten. Lesen können und sollen sie das Buch am besten selbst. Deswegen hatte ich wieder eine Präsentation vorbereitet, um die Kinder mit in die Geschichte zu nehmen. Natürlich habe ich aber auch einzelne Abschnitte vorgelesen.

mehr lesen

Unterwegs mit Professor Balduin: Buchpräsentation an der Heidelberg International School

Buchpräsentation

Heute hatte ich die Gelegenheit, die Geschichte von Professor Balduins Zeitmaschine an der Heidelberg International School vorzustellen. In zwei Vorträgen (für unterschiedliche Altersstufen) habe ich zuerst die Geschehnisse in Teil 1 zusammengefasst und anschließend etwas ausführlicher über Teil 2 gesprochen.

 

Zwischendurch habe ich auch Teile der Geschichte vorgelesen, aber die Zusammenfassung der Handlung (unterstützt von den Illustrationen) kam am besten an - wohl auch, weil fast alle Schülerinnen und Schüler die Unterrichtssprache Englisch fließend beherrschen, aber teilweise im Deutschen noch aufholen müssen.

 

Die Kinder hatten viele interessante Fragen:

mehr lesen

Professor Balduin gibt nicht auf

Es ist nicht immer einfach, Nachwuchsautor zu sein. Man ist stolz auf die veröffentlichten Bücher und muss trotzdem traurig dabei zusehen, wie sie sich sehr verhalten oder auch gar nicht verkaufen. Natürlich tröste ich mich mit dem Gedanken, dass sich der Erfolg irgendwann einstellen und auch die ersten Bücher aus ihrem Schattendasein befreien wird. Deswegen mache ich natürlich weiter und hoffe, dass mein aktuelles Projekt Thomas Flint es richten wird.

mehr lesen

Die unglaubliche Macht der Schrift: Hurra, mein drittes Buch ist da!

In meinem ersten Buch erzählt Florian Bucher seinen drei Kindern die Geschichte von Professor Balduin, der ihn vor vielen Jahren als Testpilot seiner Zeitmaschine eingesetzt und durch einen technischen Defekt gleich ins Zeitalter der Dinosaurier geschickt hat. Florian beendet seine Erzählung folgendermaßen:

mehr lesen

Stippvisite: Buchmesse 2011

Heute haben mich einige Leute gefragt, wie sie denn war, meine dritte Frankfurter Buchmesse. Der Begriff, der mir dann immer in den Sinn kam, war "unspektakulär". Im Vergleich dazu war 2009 unglaublich: Zwei neue Bücher, eine eigene Lesung, wow. 2010 war ich dann mit dem dritten Manuskript unterwegs und bin im letztendlich ergebnislosen Hochgefühl, gute Gespräche geführt zu haben, nach Hause gegangen (denn außer Absagen ist dann nichts gewesen).

mehr lesen

Unterwegs mit Nummer 3: Frankfurter Buchmesse 2010

In den Frankfurter Messehallen war heute vieles ganz ähnlich wie letztes Jahr um diese Zeit: Kinderliteratur und Comics in Halle 3.0, Literatur und Sachbuch in Halle 4.1, Sushi und Käsebrezeln in den Durchgangshallen und ich als motivierter Nachwuchsautor mittendrin.

mehr lesen

Monduntergang im Möbelhaus

Monduntergang im Schaufenster

Dieses Bild wurde mir kürzlich zur Verfügung gestellt. Es zeigt, dass zwei Exemplare meiner Novelle Monduntergang in einem Mannheimer Haus für Designmöbel als Schaufensterdekoration dienen.

Ist man als Autor angekommen, wenn die eigenen Bücher als Deko verwendet werden? Oder sollte ich mir diese Frage lieber nicht stellen? Ich sollte mir diese Frage lieber nicht stellen. Aber immerhin Designmöbel!

 

Träume sind Schäume

In meiner Novelle Monduntergang behauptet Sina Morgenroth mit einem Augenzwinkern, dass sie vom Schreiben leben könne. Das Zwinkern hat einen Grund: Sina ist weder eine erfolgreiche Journalistin noch eine bekannte Schriftstellerin - sie arbeitet als Technische Redakteurin bei der Softwarefirma TBQ. Dort schreibt sie Installationsanleitungen und andere technische Dokumente.

mehr lesen

Von "Schulschwänzerinnen" und Nobelpreisträgerinnen: Buchmesse Tag 2

Ankündigung der Lesung

Als ich heute Morgen um 9.00 Uhr am Stand des kunstanstifter-Verlags auf der Frankfurter Buchmesse eintraf, war noch alles ruhig, so dass ich mich auf meine Lesung um 10.15 Uhr vorbereiten konnte (es wurde ja auch so langsam Zeit). Anschließend gab es noch einen entspannten Kaffee am Stand, bevor es ernst wurde und ich zur Lesung in Halle 3 aufbrechen musste.

Dort lief alles genau so ab, wie ich es mir gewünscht hatte. Ein schönes Umfeld, perfekte Unterstützung durch die Technik (ich wollte die Illustrationen aus Professor Balduins Zeitmaschine über einen Beamer zeigen) und vor allem genug Publikum.

 

mehr lesen

Hacken schief gelaufen, aber glücklich: Buchmesse Tag 1

Buchmesse 2009

Heute war mein erster Tag auf der Frankfurter Buchmesse - nicht nur in diesem Jahr, sondern überhaupt in meinem Leben. Das Messegelände ist ja wirklich gigantisch. Ich glaube, ich bin heute einige Kilometer gelaufen, obwohl ich mich auf die Hallen 3 und 4 beschränkt habe. Und diese Menschenmassen - wenn man bedenkt, dass heute nur für das Fachpublikum geöffnet war, liegt der Schluss nahe, dass halb Deutschland aus Verlegern, Buchhändlern und Autoren besteht. 

Der erste Termin heute war die Vorstellung des neuen Kochbuchs, das der Mannheimer kunstanstifter-Verlag (in dem auch meine Bücher erschienen sind) gerade herausgebracht hat - zum Glück für uns alle ohne meine Mitwirkung, denn ich kann wirklich überhaupt nicht kochen. Aber ich esse ja sowie am liebsten belegte Brote, und die kann ich. Zurück zur Buchvorstellung: Das Werk heißt GENUSSKULTUR - kitchen music II. Darin präsentieren Spitzenköche ihre Lieblingsgerichte. Dem Buch liegt eine Compilation-CD von Jazz 'n' Arts bei, die Thomas Siffling als Mitherausgeber des Buches zusammengestellt hat. Das Kochbuch enthält keine Fotos der Gerichte, sondern überraschende und witzige Illustrationen von Martin Burkhardt - mein Favorit ist das Kaninchen in Gelee ... Auf der Messe heute gab es eine Stunde lang Interviews mit Thomas, Martin und Gregor Ruppenthal und immer wieder Jazz-Einlagen (Thomas am Flügelhorn und Jens Loh am Bass).

Danach traf ich dann eine ehemalige Kollegin am Gemeinschaftsstand der Luxemburger Verlage, die mittlerweile einen eigenen Verlag hat. Es ist schon spannend zu sehen, wohin uns unsere Wege führen und was man alles auf die Beine stellen kann.

Um 16.00 Uhr versammelten sich alle am Stand des kunstanstifter-Verlags - Autoren, Mitarbeiter, Freunde, Presse. Es gab ein großes Gedränge, Sekt, Brezeln und für mich persönlich die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen über meine Bücher. Dieser ganze Kulturbetrieb funktioniert ja völlig anders als das, was ich sonst beruflich mache. Es ist spannend, in diese Welt hineinzufühlen und zu überlegen, was daraus werden könnte. Und es ist sehr wichtig, auf dem Teppich zu bleiben. Zwei Bücher in einem Jahr, eine Rezension in der FAZ, eine Lesung auf der Buchmesse (morgen früh): ich kann mich schon glücklich schätzen. Zum Glück hat die FAZ einen Verriss gebracht und keine Lobeshynmne, sonst hätte ich es selbst nicht mehr geglaubt.

Einige Verlage hatten bei ihren Ständen eine Handvoll Stühle aufgestellt, um dort Lesungen zu veranstalten. Das habe ich als sehr ungünstig empfunden. Die Zuhörer saßen mitten in Trubel, Lärm und Gedränge. Den Ort für meine Lesung (Forum Kinder- und Jugendbuch in Halle 3) habe ich heute schon besichtigt (sehr schön) und mit dem Techniker gesprochen, ob ich die Illustrationen von Peter Odinzow in "Professor Balduins Zeitmaschine" über einen Beamer zeigen kann - es klappt! Ich freue mich sehr auf morgen und bin gespannt, wie das Buch beim Fachpublikum ankommen wird.

 

Da ist man einmal nicht da ...

... und gleich passiert genau das, wovon man schon lange träumt: Eine nicht unbedeutende deutsche Zeitung hält es für angebracht, eines meiner Bücher zu besprechen. Als ich vorgestern nach drei Wochen England wieder in Deutschland eintraf, war eine der ersten Neuigkeiten, dass am 28. August 2009 eine Rezension zu "Monduntergang" im Feuilleton der FAZ erschienen ist. Für alle, die das (so wie ich) verpasst haben, ist hier ist der Text:


Bis zur Erstarrung

Eine unerfüllte Liebe zu einer Frau, die in einer anderen Welt lebt - das ist ein spannendes Thema für eine Novelle. Hendrik Achenbach hat sich für die Geschichte des jungen Florian Bucher, der sich in die Autistin Linda verliebt, ein ambitioniertes erzählerisches Konzept ausgedacht, das diesem Plot alles Leben entzieht und seine Erzählung bis zur Erstarrung verlangsamt. Ein "Analytiker", wie sich der "wissende, aber nicht allwissende" Erzähler selbst nennt, präsentiert Tagebucheinträge des Möchtegernliteraten Florian, in denen der weltfremde, konfliktscheue Lektor unbeholfen seine Fixierung auf eine Frau schildert, die ihn nicht wahrnimmt. Während die Tagebucheinträge wie die meisten Aufzeichnungen dieser Art absichtlich peinlich überladen wirken, sind die Kommentare des Analytikers - schon auf den ersten Seiten ist erkennbar, dass es sich um eine Selbstkritik des Erzählers handelt - in ihrem Bemühen um Seriosität quälend langweilig. Überdies macht sich Achenbachs Protagonist so unsympathisch, dass man sich über den glücklichen Ausgang der Geschichte nur freut, weil danach nichts mehr kommt. (Hendrik Achenbach: "Monduntergang". Novelle. Kunstanstifter Verlag, München 2009. 123 S., geb., 12,90 [Euro]) edie

 

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main


Hinweis: Der Kunstanstifter Verlag befindet sich in Mannheim, nicht in München (wie im Text angegeben). Ansonsten freue ich mich sehr über die Aufmerksamkeit und bin gespannt auf weitere Meinungen zu diesem Buch.

 

Wer ist Florian Bucher? Hurra, mein zweites Buch ist da!

Monduntergang

Die besonders schönen Ereignisse im Leben haben die Tendenz, sich nicht allzu oft zu wiederholen. Heute war es aber wieder so weit: Die Post brachte ein Paket mit einigen Exemplaren meines zweiten Buches, das bald überall im Buchhandel erhältlich sein wird (und jetzt schon vorbestellt werden kann). Beim Auspacken habe ich natürlich zunächst einmal ganz fest an George McFly gedacht, aber es gab auch noch andere Dinge, die mir durch den Kopf gingen.

Monduntergang ist eine Novelle und wendet sich an eine ganz andere Zielgruppe als Professor Balduins Zeitmaschine. Trotzdem besteht über die Hauptfigur, Florian Bucher, eine wichtige Verbindung zwischen beiden Büchern. Florian spielt in beiden Geschichten die Hauptrolle.

Schon bei der Arbeit am "Balduin" kam es interessanterweise immer wieder vor, dass Florian als mein alter ego bezeichnet wurde. Ich habe diese Idee weder in die Welt gesetzt noch gefördert, aber trotzdem passierten zum Beispiel die folgenden Dinge:

  • Im Gespräch über den Text äußerte jemand: "In dieser Szene sagst du doch ..." (nicht "Florian", sondern "du").
  • Ich erhielt eine E-Mail mit "Hallo Florian" als Betreffzeile.

Wenn sich die Identitäten von Hauptfigur und Autor in der Wahrnehmung vermischen, führt das natürlich schnell zu einer interessanten Frage: "Hat der das wirklich erlebt?" Glücklicherweise beantwortet sich die Frage nach der autobiografischen Wahrheit in einer Geschichte mehr oder weniger von selbst, wenn es um eine Zeitreise zu den Dinosauriern geht. Niemand würde glauben, dass ich das wirklich erlebt habe, und nur ganz hartgesottene Freudianer werden von dieser Geschichte auf irgendwelche schrecklichen Erlebnisse in meiner Kindheit schließen, die es nicht gegeben hat. Unangenehme Fragen sind also kaum zu befürchten. Doch was wird in diesem Zusammenhang mit meinem zweiten Buch passieren?

In Monduntergang verliebt Florian sich nicht nur in eine, sondern in zwei Frauen (die wunderschöne Autistin Linda und Florians ehemalige Kommilitonin Sina). Eine kurze Inhaltsangabe des Buches ist schon seit längerer Zeit online verfügbar, und das Manuskript wurde in verschiedenen Entwurfsstadien natürlich auch von Personen in meinem unmittelbaren Umfeld gelesen. Und tatsächlich wurde ich sehr direkt und schnörkellos mit den folgenden Fragen konfrontiert, die wiederum auf den autobiografischen Gehalt der Geschichte abzielten: Wer ist Sina? Wer ist Linda?

Was antwortet man in einer solchen Situation? Ich habe es mit "eine literarische Figur" probiert, aber sehr überzeugend war das wohl nicht. Es ist eine überraschende Erfahrung, wenn man mit einer Person identifiziert wird, die man sich ausgedacht hat. Man muss aufpassen, dass man nicht anfängt, sich für das, was diese Person denkt, fühlt, tut und erlebt, zu rechtfertigen, denn das wäre vermutlich das Ende jeder literarischen Figur. Und schließlich ist Florian schon für zwei weitere Bücher eingeplant.

Vermutlich wird jede Geschichte von der Biografie des Autors beeinflusst, und in jeder literarischen Figur mag ein Teil von ihm stecken. Sina und Linda sind mir bei der Arbeit an Monduntergang ans Herz gewachsen. Den wichtigsten Platz nimmt dort jedoch ein Mensch ein, der viel mehr ist als eine literarische Figur. Es ist die Frau, der dieses Buch gewidmet ist. 

Die erste Lesung und der Countdown für Nummer zwei

Mein erstes Buch (Professor Balduins Zeitmaschine. Die Reise zu den Dinosauriern) ist nun seit einigen Wochen auf dem Markt. Am vergangenen Wochenende fand die erste Lesung statt. Den Rahmen bildete die Eröffnung der neuen Schulbücherei an der Angelbachtaler Sonnenbergschule. Während der Lesung hatte ich Gelegenheit, die fantastischen Illustrationen des Buchs (von Peter Odinzow) zu zeigen. Weitere Informationen finden Sie in einem Bericht auf der Website der Schule.

Mein zweites Buch (die Novelle Monduntergang) hat der Verlag kürzlich an die Druckerei übergeben. Der Countdown läuft. In spätestens zwei Wochen werde ich es in den Händen halten.

Außerdem geht die Arbeit am zweiten Teil von Professor Balduins Zeitmaschine weiter. Die erste Fassung dieses Buches wurde von den Testlesern für gut, aber natürlich an vielen Stellen auch für verbesserungswürdig befunden. An diesen Verbesserungen arbeite ich gerade.

Pläne für einen Roman, der an Monduntergang anschließt, gibt es auch schon, aber bis es davon etwas zu berichten gibt, muss noch einiges passieren. Also, zurück an die Arbeit ...

 

Es lebe George McFly: Mein erstes Buch ist da

Professor Balduins Zeitmaschine: Die Reise zu den Dinosauriern

Eine meiner Lieblingfilmszenen spielt in Zurück in die Zukunft (Teil 1). Als ich diesen Film Mitte/Ende der Achtziger gesehen hatte, war Marty McFly für mich der Inbegriff von unerreichbarer Coolness, und ich begann, so wie er mit dem Skateboard zur Schule zu fahren und E-Gitarre zu spielen.

Sie erinnern sich: Als Marty im ersten Teil in die Vergangenheit aufbricht, lässt er eine ständig rauchende und trinkende Mutter (Lorraine), einen Schwächling von Vater (George) und zwei Geschwister (Dave und Linda) zurück, die totale Versager sind. Die Schuld an dieser Misere trägt in erster Linie der Rüpel Biff Tannen, der George seit Jugendzeiten ständig drangsaliert. Bei seinem Ausflug in die fünfziger Jahre kann Marty aber dafür sorgen, dass der junge George sich gegen Biff, der Lorraine auf dem Schulparkplatz bedrängt, durchsetzt. Er schlägt seinen Peiniger nieder, und damit ändert sich die Geschichte.

Als Marty in das Jahr 1985 zurückkehrt, findet er eine völlig andere Familie vor: Seine Eltern sind jung geblieben und sehen gut aus, und seine Geschwister sind dynamisch und erfolgreich. Biff dagegen steht vor dem Haus und poliert Georges BMW. Die erwähnte Lieblingsszene geht so (Transkription von Mike Mahoney):

 

George closes the door.

 

George: That Biff, what a character. Always trying to get away with something. Been on top of Biff ever since high school. Although, if it wasn't for him-

 

Lorraine sits down, and George sits on her lap.

 

Lorraine: We never would have fallen in love.

 

George: That's right.

 

Biff enters with a box.

 

Biff: Mr McFly, Mr McFly, this just arrived! (to Marty) Oh hi Marty! (to George) I think it's your new book!

 

The box is opened. It is a book - A Match Made In Space by George McFly. On the cover are two teens, who look a bit like young George and Lorraine, and a spaceman who looks like Marty with his radiation suit on.

 

Lorraine: Oh honey, your first novel.

 

George: Like I always told you, if you put your mind to it you could accomplish anything.

 

Auch wenn Marty für mich der coolste Typ von allen war, und ich seinen Skateboardkünsten und seinem Gitarrenspiel unbeholfen nacheiferte: Diese Szene faszinierte mich noch viel mehr, und ich beneidete George ungemein. Was für ein Gefühl musste es sein, den Karton zu öffnen, von dem man wusste, dass sich darin das erste eigene Buch befand!

Über zwanzig Jahre später durfte ich diese Erfahrung dann tatsächlich selbst machen, und wieder ging es -- was für ein Zufall -- um eine Zeitreise: Heute brachte die Post den Karton mit den ersten Exemplaren meines ersten Buches, frisch aus der Druckerei: "Professor Balduins Zeitmaschine. Die Reise zu den Dinosauriern" (kunstanstifter verlag, ISBN 978-3-9811465-8-5). Das sah dann so aus:

 

mehr lesen

Endspurt ... und gleich weiter

Die Endphase vor der Druckfreigabe für den ersten Teil von Professor Balduins Zeitmaschine war noch ganz schön stressig, wobei der größte Teil der Aufregung wahrscheinlich selbstverschuldet war. Irgendwann muss man eben einfach "den Deckel drauf machen" und ein Projekt abschließen. Vermutlich hätte ich das Ganze noch fünf mal Korrektur gelesen, doch irgendwann war der Termin da, und nun sind die Daten in der Druckerei, und ich bin hier und warte. Wenn alles pünktlich fertig wird, ist es nächste Woche so weit! Ich werde mein erstes eigenes Buch in die Hand nehmen können. Und das Beste ist: Es bleibt nicht dabei.

Am 18. Juni kommt Monderuntergang, und mittlerweile hat sich auch entschieden, welches Motiv für den Schutzumschlag zum Einsatz kommt. Ich bin sehr zufrieden damit, es sieht einfach toll aus:

 

mehr lesen

Kreuz und quer durch die Zeit

In den Köpfen der Leser hat Florian seine Reise zu den Dinosauriern noch gar nicht angetreten, denn es dauert immer noch 4 lange Wochen, bis das Buch erscheint. In meinem Arbeitszimmer dagegen ist die Reise zu den Dinosauriern so gut wie beendet. Die Druckfahnen sind korrigiert, die letzten Illustrationen entstehen, und nach dem abschließenden Check heißt es dann: Imprimatur.

In meinem Kopf ist Florian längst auf dem Weg in eine andere Epoche, denn Teil 2 der Geschichte wächst und gedeiht. Da kann man mal sehen, wie gut literarische Figuren mit Stress umgehen können, denn in 2 Monaten wird Florian auch noch in Monduntergang auftreten. Er hat also alle Hände voll zu tun! Ich bin gespannt, wie das Konzept, dieselbe Figur in einem Kinderbuch und einem "Erwachsenenbuch" zu verwenden, ankommt. Hoffentlich merkt überhaupt jemand etwas davon.